Gerti Drassl, Konrad Huber, Volker Nemmer

Freitag, 17. Februar 2017
20.00 Uhr

Die Schauspielerin Gerti Drassl, der aus Neustift stammende Bariton Konrad Huber und der Pianist Volker Nemmer führen in der Cusanus Akademie Johannes Brahms’ Vertonung von Ludwig Tiecks „Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence“ auf.

Die schöne Magelone ist ein Erzählstoff, der im Frankreich des 15. Jahrhunderts als Prosaroman entstand und im Heiligen Römischen Reich durch die Übersetzung von Veit Warbeck (Erstdruck in Augsburg, 1535) ungemein populär wurde: Magelone, Tochter des Königs von Neapel, und ein Graf Peter von Provence verlieben sich ineinander, obwohl Magelone einem anderen versprochen ist, und fliehen gemeinsam vom Hof. Als ein Vogel den Ring der Magelone raubt und Peter ihn verfolgt, gerät er in türkische Sklaverei. Er kann zwar entkommen, aber erst nach jahrelanger Irrfahrt wieder seine Magelone in die Arme schließen, die inzwischen ein Armenspital gegründet hat.

 

Gerti Drassl, Erzählerin

Die in Südtirol geborene Theater- und Schauspielerin Gerti Drassl studierte Drassl zunächst Kunstgeschichte in Wien, bis sie 1998 am dortigen Max-Reinhardt-Seminar aufgenommen wurde. Hier beendete sie 2002 ihre Schauspielausbildung. Seit 2002 gehört sie zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien. Darüber hinaus tritt sie auch regelmäßig an anderen deutschsprachigen Bühnen sowie in Film- und Fernsehproduktionen auf. Gerti Drassl erhielt für ihre darstellerischen Leistungen bereits mehrere Auszeichnungen.

Konrad Huber, Bariton

Studien am Konservatorium der Stadt Wien, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst und an der Universität Wien. Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen (bei Erik Werba, Gottfried Hornik, Kurt Equiluz, Wicus Slabbert und James King).

Zahlreiche Engagements bei verschiedenen Festivals und Theatern (Wiener Festwochen, Seefestspiele Mörbisch, Wien Modern, Salzburger Festspiele, Wiener Burgtheater) in verschiedensten Rollen. Solist bei den Südtiroler Operettenspielen. Tourneen durch Österreich, Deutschland, Italien, Polen, Taiwan, China und Japan. Seit 2002 im Chor der Wiener Staatsoper. Zahlreiche Auftritte als Solist in der Wiener Staatsoper (Der Rosenkavalier, Johnny spielt auf, Gianni Schicchi, La Bohème, Peter Grimes, Lulu, Moses und Aron, La Fille du Regiment, Arabella, Manon, Idomeneo) und bei den Salzburger Festspielen ( 2003 Uraufführung von H.W.Henzes „L’Upupa“).

Volker Nemmer, Klavier

Konzerttätigkeit in Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Kroatien, Liechtenstein, Schweden, Schweiz, Frankreich, England und den USA. Mitwirkung bei zahlreichen Festivals, u.a. The Sound of Dreams (London), dem Wiener Musiksommer - Klangbogen, dem Carinthischen Sommer, dem Festival Hörgänge im Wiener Konzerthaus, dem Festival Wien Modern, Konzertreihe Capriccio im Musikverein Wien, den Europäischen Festwochen Passau sowie bei zahlreichen Konzerten der Jeunesse musicale.

Enge künstlerische Zusammenarbeit mit der Company homunculus und Mitwirkung bei der Aufführungsserie “Tanz im Exil” am Wiener Akademietheater, beim Impulstanz Festival 2005, beim Festival „Österreich tanzt 08“ am Festspielhaus St. Pölten sowie beim Tanzfestival „Berührungen“ 2008 im Odeon.

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